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Domaine E. Guigal
Als wir das erste Mal 1977 bei Marcel Guigal in Ampuis vorbeischauten, war das Gebiet Côte-Rôtie in Deutschland ein unbeschriebenes Blatt – und wie steil die Rebberge sind, haben wir am nächsten Tag bei der Ernte in „La Mouline“ schnell erfahren, als ein Lesekorb in die Tiefe purzelte. Dass es sich aber lohnt, diese Mühe auf sich zu nehmen, war uns ebenso klar, als der Hausherr einen 1970er zum Abendbrot entkorkte. Inzwischen gilt der Mütze tragende Mythos als Meister der nördlichen Rhône. Dabei gebührt, wie er selber betont, seinem Vater ebenso viel Lob: Etienne Guigal gründete seine Domaine 1946 dort, wo schon die Römer für ihre Weine Terrassen in die Steilhänge – „Côte Rôtie“ bedeutet verbrannter Hang - gruben, um den dürstenden Adel in Rom mit einem der feinsten Weine im Reich zu verwöhnen. Seiner Zeit voraus war Marcel Guigal nicht nur mit „La Mouline“. Früh erkannte er, dass man einen internationalen Markt für schmackhafte Alltagsweine erarbeiten konnte und musste. So setzte er sich daran, die Qualität seiner roten „Côtes-du-Rhône“ derart zu verbessern, dass mancher Journalist sie für einen „Châteauneuf-du-Pape“ hielt. Sogar sein “Côtes-du-Rhône Rosé“ wurde neulich von dem „Wine Spectator“ als feinster Weißherbst der Welt angepriesen. Übertrieben vielleicht, doch der Wein verdient Anerkennung. Der Familienbetrieb wird jetzt in der dritten Generation von Sohn Philippe mitgeführt. Mit seinem Eintritt bekam Vater Marcel einen zweiten Atem. 1995 kaufte er das berühmte, alte Château d’Ampuis und jüngst zwei bekannten Weingüter mit erstklassigen Rebland in Crozes, Saint-Joseph und Hermitage.

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